16.

Feb

2013

MrStrawberrys Filmblog - „Warm Bodies“

11 Kudos

Geschrieben von Georg mit noch keinem Kommentar

Montag Nachmittag - ich lerne für meine anstehende Matheklausur. Meine Mutter kommt rein und fragt mich: „Du willst doch nicht etwa heute ins Kino gehen? So kurz vor deiner Klausur musst du doch lernen!“ Ich hätte diesen Abend mit Lernen verbringen können, aber ich habe das nicht, sondern bin wie jeden Montag ins Kino gegangen und ich bin froh darüber. Denn so einen tollen, romantischen Film habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Man war gefangen zwischen Lachen, Liebe und Spannung. Der Film hat eine der mitreißendsten Romanzen überhaupt.

Aber ich fange mal von vorne an. Die Hauptfigur ist R und R hat ein Problem, denn er ist ein Zombie. Sein tägliches Leben ist nicht besonders interessant. Tag ein, Tag aus irrt er über den Flughafen. Seine einzige Abwechslung sind die Gespräche mit seinem Zombiefreund M. Nun es ist nicht wirklich ein Freund und Gespräche kann man das gegenseitige Angrunzen auch nicht nennen. Aber das sind die Momente, in denen er einem menschlichen Leben noch am nächsten kommt. Ganz selten passiert etwas Interessantes, meist dann wenn sie doch mal ein Wort herausbekommen: „Brains“ Vom Hunger getrieben machen sich die langsamen Zombies, die in diesem Film Leichen genannt werden, auf die Suche nach Menschen. Es ist aber gar nicht so einfach welche zu finden. Zum einen sind die Zombies, wenn sie nicht gerade angreifen, langsam, sehr langsam. Es kann also etwas dauern, bis sie irgendwo ankommen und überhaupt gibt es nicht mehr viele Menschen. Diejenigen, die die Apokalypse überlebt haben, zogen sich zurück und errichteten eine Mauer um ihre Stadt. Um das Leben für die Zombies noch schwer zu machen, gibt es auch noch die „Skelette“. Die Skelette sind die letzte Stufe der Zombieentwicklung. Haben sich die Leichen selbst aufgegeben, verlieren sie ihre Haut und werden zu schrecklichen Raubtieren. Diesen Monstern möchte man nun wirklich nicht begegnen. Auf jeden Fall schafft es R´s Zombiegruppe tatsächlich auf ein paar Menschen zu stoßen, die auf einer Mission außerhalb der Mauer unterwegs sind. Sofort verwandeln sich die Zombies in blutrünstige Monster, die nur noch Gehirne sehen. Binnen Sekunden ist die halbe Menschentruppe tot. Da sieht R Julie, während er gerade noch die letzten Stücke ihres Freundes herunter schluckt. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Er tarnt sie vor den anderen Zombies und bringt sie zu seinem Flugzeug. Während R Julie behalten möchte und in ihrer Anwesenheit immer menschlicher wird , steht natürlich einiges zwischen ihnen. Nicht nur, dass er ein Zombie ist und ihren letzten Freund gefressen hat, Julies Vater ist auch noch der Anführer der überlebenden Menschen und glaubt natürlich nicht daran, dass Zombies sich ändern können. Die Aussichten für ihre Liebe sind folglich nicht die besten.

Unterstützt wir die Story durch die großartigen Leistung von Nicholas Hoult, der als Zombie wieder zum Menschen werden will. Das ermöglicht ihm einige aus schauspielerischer Sicht sehr interessante Aufgaben, mit denen er gekonnt umgeht. Wirklich unbeschreiblich überzeugend in seiner Rolle ist Rob Corddry als M. Er verleiht der gesamten Zombiemeute ein Gesicht und ihm gelingt es gleichzeitig der perfekte Klischeezombie zu sein und auch wieder ganz anders. Es ist immer wieder ein Höhepunkt wenn er zum Einsatz kommt. Ich empfehle sehr die kleine „Youtubedoku“ über ihn und seine Rolle (Link am Ende). Wer sie gesehen hat wird verstehen, weshalb er so überzeugend auftritt Einziges Ärgernis aus meiner Sicht sind interessanterweise die Anspielungen auf Romeo und Julia. Immer wieder gibt es Anspielungen auf Shakespeares Werk. Der Film hat sich unglaublich weit vom Original entfernt, dennoch kommt er irgendwie nicht davon los. Dadurch verliert der Film etwas seiner Einzigartigkeit.Das lässt sich allerdings getrost verschmerzen und manch einer wird dies sogar positiv auffassen. Zudem stellt der Film immer wieder indirekt die Frage, was uns eigentlich von den Zombies unterscheidet. Wenn wir tagein tagaus dasselbe tun, unsere Gespräche auf ein Minimum beschränken und nur irgend etwas hinterherjagen was uns momentan glücklich macht („Brains“), was haben wir eigentlich den angeblich so doofen bösen Zombies voraus. All diese Fragen stellen sich so nebenbei, drängen sich aber nie auf. In erster Linie will der Film unterhalten und das gelingt ihm.

Mit „Warm Bodies“ gibt es also eine weitere tolle Zombiekomödie, die sich zu Filmen wie „Zombieland“ oder „Shaun of the dead“ gesellt. Zugleich hat dieser Film aber auch eine wunderbare Liebesgeschichte zu bieten und auch ein kleines bisschen Gesellschaftskritik. Am Valentinstag war der Film leider noch nicht in deutschen Kinos zu sehen. Er wäre sonst eine schöne Abwechslung zu den klassischen Liebeskomödien gewesen. Ich freue mich jetzt bereits darauf, wenn ich den Film nochmal mit Freunden auf einer Filmnacht sehen werde, denn dieser Film macht wirklich Spaß.

Ich hoffe es hat euch gefallen. Wenn ihr Meinungen habt, hinterlasst doch gerne ein Kommentar. Außerdem: „Brains, Braaaiiiinssssss, BRAAIINZZ“

Mit freundlichen Grüßen Mr Strawberry?

Zombie Acting Tips with Rob Corddry:

Trailer:

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